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Alte Computerhasen

Ich erinnere mich noch an die Zeit, als Computer bei uns im Büro eingeführt worden sind. Wir waren eine Marketingfirma, zuständig für Anzeigen in Magazinen und Zeitungen und hatten zwei Büros – eines in der Hauptstadt und das zweite in der Provinz. Unsere Kommunikation lief meistens über Fax – das hieß, meistens mussten wir ziemlich viel Einscannen und raten, was da geschrieben stand.
Im Allgemeinen kam mandann aber zur Einsicht, dass die Texte nun elektronisch gesendet werden sollten.
Wir hier in der Hauptstadt kamen noch relativ gut mit den Computern klar und wußten sogar, wie man den PC einschalten kann. In der Provinz waren die Mitarbeiter und Kunden noch weit davon entfernt, brauchbares Wissen zu besitzen. Die hatten noch eigene Vorstellungen davon, wie ein Dokument elektronisch versendet werden sollte – nämlich in Form einer eingescannten JPEG Datei.
Eines Tages – und daran kann ich mich noch gut erinnern – kam aber die Krönung: Ich bekam per E-Mail eine Datei mit der Überschrift: „Hier_die_Seite_mit_der_Information_zur_Vorlage.jpg“. 300Kb groß. Ich ahnte schon Schlimmeres. Ich öffnete die Datei und da war ein eingescanntes Stück Papier mit der Webadresse drin.

Botschaft eines Indianers

In den 1960er Jahren führte die NASA einige Trainingsmaßnahmen für die Besatzung der Mond-Mission in den Wüsten von Arizona in der Nähe der Navaho-Siedlungen durch. Eines Tages traf ein alter Indianer mit seinem Sohn eine solche Gruppe an. Der Ältere, der kein Englisch sprach, fragte durch seinen Sohn, was die Weißen hier wollten. Die Amerikaner antworteten, dass sie für den bevorstehenden Flug zum Mond trainierten.

Daraufhin fragte der alte Indianer, ob er nicht eine Nachricht mitschicken könnte und erhielt prompt eine Zusage, da eine indianische Botschaft eine zusätzliche Werbung für das Unternehmen darstellte. Die Amerikaner gaben ihm ein Aufnahmegerät, woraufhin der Indianer seine Botschaft in der Navaho-Sprache aufzeichnete.

Der Sohn und andere Indianer, denen die NASA-Mitarbeiter die Mitteilung vorspielten, wollten keine Übersetzung der Botschaft liefern, weil es angeblich zu schwer war. Schlussendlich spielten sie die Botschaft einem Professor für Linguistik vor, der lachte und die Botschaft auf Englisch übersetzte: „Brüder des Mondes! Beobachtet diese Leute mit beiden Augen – sie sind gekommen, um euer Land zu stehlen!“

Windows erkennt keine Geräte des Baujahrs 2008

Ich sitze am Computer und lese Nachrichten im Netz. Meine Tochter – 9 Monate alt – sitzt auf meinem Schoß und versucht, auch etwas zu programmieren. Gut nur, dass sie die Tastatur nicht erreichen kann, nur den Touchpad, der ausgeschaltet ist. Ich bin irgendwie ins Lesen vertieft und höre plötzlich das typische Klick-Geräusch von Windows, der den Anschluss eines neues Geräts an den Computer signalisiert. Nach einiger Zeit höre ich, wie das Gerät wieder entfernt wird. Meine Lautsprecher sind sehr leise eingestellt, so dass ich erst einmal nicht reagiere. Als sich das ganze Spiel alle paar Minuten wiederholt, kommt eine Meldung auf den Bildschirm: “Unbekanntes Gerät”. Ich unterbreche also meine aktuelle Beschäftigung und schaue mich um. Vielleicht hat sich der Drucker eingeschaltet …

Und dann sehe ich dieses unbekannte Gerät!

Aus dem Mund meines Kindes ragt ein USB-Kabel, dessen anderes Ende im Computer steckt. Dabei nuckelt sie an diesem Stöpsel mit einer unheimlichen Begeisterung. (Jetzt ist mir auch klar, warum sie auf einmal so ruhig geworden ist.). Ich entferne also das unbekannte Gerät vom Computer, reinige das Kabel so gut es geht und fange schon mal an, die Updates für das unbekannte Gerät zu suchen, da das Gerät immerhin schon neun Monate alt ist – und mein Windows es immer noch nicht erkennt!

Jagdinstinkt

Unsere Freunde haben einen Wellensittich und eine Katze. Wenn die Katze hungrig ist, geht sie in die Küche und fängt an zu betteln. Wenn das passiert, sagt Mama zu den Kindern: „Füttert die Katze“, da sie selbst keine Zeit dafür hat.
Eines Tages vergaßen alle die Katze, da es andere Aufgaben zu erledigen galt. Also erinnerte sich die Katze an ihre Jagdinstinkte und entschied, den Wellensittich in seinem Käfig zu fangen. Also schlich sie sich an den Käfig heran und versuchte, mit der Pfote den Vogel zu fangen. Der arme Wellensittich verkroch sich daraufhin in die hinterste Ecke und schrie „FÜTTERT DIE KATZE! FÜTTERT DIE KATZE!“

Süße Rache

Anmerkung: In Russland bekam man vor einiger Zeit das bei der Arbeit verdiente Geld bar ausgezahlt und nicht wie sonst üblich auf ein Lohnkonto überwiesen.

Ich lege von jedem monatlichen Lohn etwas für meine eigenen “männlichen” Bedürfnisse beiseite. Von meinen 2200 Rubeln monatlich sammle ich also 200 Euro an.
Eines Tages wurde ich krank und musste eine Woche zu Hause bleiben. Mein Kollege zeigte unerwartet Initiative und holte meinen Lohn ab, den er direkt bei meiner Frau abgab. Danach gab es selbstverständlich Streit mit meiner Frau.
Das habe ich ihm nie verziehen. Nach einem Jahr wurde er krank. Also holte ich seinen Lohn ab, legte eine Summe aus meinem Portemonnaie dazu und gab das Geld an seine Ehefrau, mit der Versicherung, dass es sein normales monatliches Entgelt sei.
Der Kollege war danach ziemlich lange im Krankenhaus – freiwillig. In der Atmosphäre, die in seinem Zuhause herrschte, konnte man nur sterben.

Ampelverschwörung

Die Ampeln in Italien sind mit einer Videoüberwachungsanlage ausgestattet, die alle Autos fixiert, die eine Kreuzung bei Rot überqueren. Die Sünder bekommen dann ein Foto und eine dicke Rechnung nach Hause geschickt. In der Umgebung Mailands wurden in einem relativ kurzen Zeitraum mehrere Zehntausend solche Strafzettel ausgestellt.

Einige Opfer rochen etwas Verdächtiges und schalteten Presse und Fernsehsender ein. Kurze Zeit später kam folgendes ans Licht: Die Ampeln arbeiteten in einem sehr bemerkenswerten Rhythmus – das gelbe Signal dauerte nur eine bis zweieinhalb Sekunden anstatt der vorgeschriebenen drei bis fünf Sekunden . Deshalb wurde jedes Auto mit Rot fotografiert, das kurz vor Ende des grünen Signals über die Kreuzung gefahren war.

Ferner wurde festgestellt, dass die Einstellung der Signaldauer vom Hersteller der Ampeln vorgenommen worden war. Diese Firma bekam ihr Geld aber nicht nur für den Technischen Support der Ampelanlagen, sondern auch fünfundzwanzig Prozent von jedem Strafzettel.

Auf halbem Weg raus …

Ich bin ein Künstler, der bei vielen Veranstaltungen Akkordeon spielt. Aber das Musikinstrument ist schwer. Deshalb habe ich mir einen großen Rucksack gekauft, in den ich das gute Stück und meine Kostüme einpacke, damit ich meine Sachen bequem tragen kann. Aber das Akkordeon ist schwer und ich habe den Rucksack mit einem Fallschirmseil verstärkt.

Ich darf den Rucksack mit in den Flugzeugsalon nehmen, da er sonst im Gepäckabteil kaputt gehen würde. Eines Tages war ich der letzte Passagier, der das Flugzeug bestiegen hatte. Da der Rucksack aber ziemlich groß ist, musste ich ihn über die Köpfe der anderen Passagiere heben. (Immerhin mussten diese fast alles bis auf ihre Handtaschen abgeben.)

Einer der Passagiere hat genauer hingeschaut, als ich meinen Rucksack an ihm vorbei getragen habe. Er fragte mich: „Ist das Ihr Fallschirm?“. Ich liebe russischen Humor. Deswegen antwortete ich im gleichen Ton: „Wurde Ihnen denn keiner ausgehändigt? Beim Check-In wurde jedem einer angeboten!“.

Nach einiger Zeit sammelte sich eine Menge Leute vor der Pilotenkabine. Alle waren aufgeregt und zeigten auf mich. Man bat mich, die Leute zu beruhigen und über das Bordmikro zu sagen, dass ich einen Scherz gemacht habe. Ich sagte natürlich zu.

Ich nahm also das Mikro und sagte: „Sehr geehrte Passagiere! Bitte beruhigen Sie sich. Ich habe einen Scherz gemacht. Es wurden keine Fallschirme ausgegeben. Ich muss nur früher aussteigen als Sie.“

Der Flugkapitän und seine Begleitung lachten. Die Passagiere nicht. Einige hatten sogar den Mund vor Angst aufgemacht.

Der Kapitän riss mir das Mikro aus den Händen und sagte: „Haben es alle verstanden? Diesen Passagier lassen wir auf halbem Weg raus. Zuerst ihn selbst, und dann seinen Rucksack hinterher, damit er den Leuten keine Angst machen kann!“

Psychologiestunde

telefonAn der Uni läuft eine Vorlesung zum Thema: Psychologie des Menschen. Der Professor sagt zu seinen Studenten:
„Heute werden wir uns drei Emotionsstufen eines Menschen anschauen: Überraschung, Gereiztheit und Bosheit.
Dann nimmt er den Telefonhörer ab und wählt eine zufällige Telefonnummer.
„Guten Tag, ich möchte mit Herrn Meyer sprechen.“
„Sie haben sich wohl verwählt. Bei uns gibt es keinen Herrn Meyer!“
Zufrieden legt der Professor auf und sagt zu seinen Studenten: „Das war die erste Stufe. Schauen wir weiter.“
Er wählt wieder dieselbe Nummer.
„Guten Tag, ist Herr Meyer noch nicht gekommen?“
„(gereizt) Ich habe Ihnen schon erklärt – bei uns gibt es keinen Meyer!!!“ Daraufhin hört man nur noch Besetztzeichen. Der Professor reibt sich die Hände und wählt wieder die Nummer – „Und jetzt die letzte Stufe“.
„Guten Tag, wenn Herr Meyer wiederkommt, könnten Sie ihm nicht sagen, dass …“
„(Unterbricht den Gesprächspartner, schreiend) Scheiße, wie oft muss ich es noch sagen? Euer Meyer soll sich sonst wohin …“
Der Professor legt zufrieden auf. Nun kommt ein Student herunter und sagt: „Sie haben noch eine Stufe vergessen – Fassungslosigkeit. Erlauben Sie?“
Der Student wählt die besagte Nummer wieder.
„Hallo, hier ist Herr Meyer. Hat jemand für mich angerufen?“

Software fürs Bildschirm säubern

monitorBei der Verbreitung zahlreicher Hardware-Gadgets, wie die kleinen elektronischen Helfer heutzutage genannt werden, geht öfter mal ein kleiner Software-Helfer unter. So einen Helfer habe ich neulich gefunden: Das kleine Programm versprach, den Monitor sauber zu bekommen. Ich – der neugieriger Benutzer – habe das spaßeshalber heruntergeladen und installiert.

Es erschien eine homogene graue Fläche, die sich über den ganzen Bildschirm erstreckte. Nur in der Mitte stand mit großen schwarzen Buchstaben geschrieben: „Mach deinen Bildschirm sauber!“.
Sonst nichts.
Keine Schaltfläche zum Beenden war zu sehen und auch sonst habe ich es nicht geschafft, das Programm wieder zu schließen. Auch nicht durch ALT+F4, den Task-Manager oder andere Tricks … Bis ich den Bildschirm tatsächlich mit einem Lappen sauber machte und erst dann den kleinen grauen Knopf mit der Aufschrift „Beenden“ bemerkte. Seither weiß ich das Programm zu schätzen.