Ich erinnere mich an meinen letzten Tag bei der Armee, bevor ich in das Abenteuer Leben nach langjährigem Wehrdienst entlassen war. Es war bei uns Brauch, alle Freunde, Vorgesetzte und Kameraden persönlich aufzusuchen und im persönlichen Kreis Abschied zu nehmen. So hatte ich an dem Tag schon meine Pistole abgegeben und entschied, mit dem letzten Kommandanten auf meiner Liste gemeinsam hundert Gramm zu trinken.
Ich kaufte also eine kleine Flasche Wodka, legte sie in meinen leeren Pistolenhalfter und ging damit zum Kommandanten. Als ich in seinem Zimmer war, sagte ich nach dem obligatorischem Gruß: “Jetzt habe ich mit allen abgerechnet. Nur du bist geblieben” und griff mit meiner Hand in den Pistolenhalfter, um die Wodkafläschchen rauszuholen. Als der Kommandant das sah, sprang er aus dem Fenster.
Glück gehabt, dass es nur die zweite Etage war.