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Jagdinstinkt

Unsere Freunde haben einen Wellensittich und eine Katze. Wenn die Katze hungrig ist, geht sie in die Küche und fängt an zu betteln. Wenn das passiert, sagt Mama zu den Kindern: „Füttert die Katze“, da sie selbst keine Zeit dafür hat.
Eines Tages vergaßen alle die Katze, da es andere Aufgaben zu erledigen galt. Also erinnerte sich die Katze an ihre Jagdinstinkte und entschied, den Wellensittich in seinem Käfig zu fangen. Also schlich sie sich an den Käfig heran und versuchte, mit der Pfote den Vogel zu fangen. Der arme Wellensittich verkroch sich daraufhin in die hinterste Ecke und schrie „FÜTTERT DIE KATZE! FÜTTERT DIE KATZE!“

Software fürs Bildschirm säubern

monitorBei der Verbreitung zahlreicher Hardware-Gadgets, wie die kleinen elektronischen Helfer heutzutage genannt werden, geht öfter mal ein kleiner Software-Helfer unter. So einen Helfer habe ich neulich gefunden: Das kleine Programm versprach, den Monitor sauber zu bekommen. Ich – der neugieriger Benutzer – habe das spaßeshalber heruntergeladen und installiert.

Es erschien eine homogene graue Fläche, die sich über den ganzen Bildschirm erstreckte. Nur in der Mitte stand mit großen schwarzen Buchstaben geschrieben: „Mach deinen Bildschirm sauber!“.
Sonst nichts.
Keine Schaltfläche zum Beenden war zu sehen und auch sonst habe ich es nicht geschafft, das Programm wieder zu schließen. Auch nicht durch ALT+F4, den Task-Manager oder andere Tricks … Bis ich den Bildschirm tatsächlich mit einem Lappen sauber machte und erst dann den kleinen grauen Knopf mit der Aufschrift „Beenden“ bemerkte. Seither weiß ich das Programm zu schätzen.

Ruhiges Plätzchen

Eines Tages bekam ich Besuch von einem älteren, müde aussehenden Hund. Er hatte ein Halsband an und sah gut ernährt aus, so dass ich davon ausging, dass er kein Streuner war und ein Zuhause hatte. Ich streichelte den Hund ein wenig und als ich ins Haus ging, folgte mir der Hund und legte sich in einer Ecke schlafen.
Am nächsten Tag kam er wieder, als ich im Garten war, begrüßte mich und legte sich wieder im Haus schlafen. Geschlafen hat er so ungefähr eine Stunde. So ging es mehrere Tage weiter. Schließlich wollte ich es unbedingt wissen und legte einen Zettel mit folgendem Text an sein Halsband:
“Ich möchte gerne wissen, wer das Herrchen dieses wunderschönen Hundes ist, und ob derjenige (also Sie) weiß, dass er jeden Tag zu mir schlafen kommt?”
Am nächsten Tag kam der Hund mit der Antwort zurück:
“Er wohnt in einem Haus zusammen mit sechs Kindern. Zwei von ihnen sind unter drei Jahre alt. Der Hund versucht sich nur irgendwo in Ruhe auszuschlafen. Kann ich morgen auch vorbeikommen?”

Mittel gegen Schnarchen

Ein junger Mann vor mir fragte die Verkäuferin nach einem möglichst großen Schnuller.
Verkäuferin: „Die scheinen alle gleich groß zu sein. Für welches Alter denn?“
Junger Mann: „24 Jahre. Er ist für mich!“
Die Verkäuferin warf ihm einen schrägen Blick zu. Der junge Mann sah aber ganz normal aus. Ein Schnuller passte ganz und gar nicht zu seinem eher brutal und männlich aussehenden Gesicht.
Junger Mann: „Das hat mir ein Freund geraten. Wenn ein Mann einen Schnuller in den Mund nimmt und damit einschläft, lässt er ihn bis zum aufwachen nicht weg – Kinderreflex eben. Aber mit einem Schnuller im Mund kann man nicht schnarchen. Soll die Ehefrau lachen, so viel sie will: Wenigstens wird sie ausschlafen!“

Seltsames Verhalten einer Waschmaschine

Vor etwa 15 Jahren, bei einem besonders reichen Bürger gab es eine besonders teure Wachmaschine der Firma Siemens, die irgendwie nicht tat, was sie tun sollte. Beziehungsweise in den Worten des Kunden, sie tat wohl immer etwas, kam aber nie zum Abschluss des Waschprogramms. Der Austausch der Zeitschaltuhr, des Steuermoduls, des Heizelements oder der Pumpe brachte keine Besserung. Dabei tat die Maschine im Beisein des Siemens-Technikers, wie gewünscht, alles was sie sollte, ohne zu mucken. Der hatte vor Ort mehrere Waschgänge mit einer Stoppuhr bis auf die Minute gemessen. Sobald aber der Techniker fort war, arbeitete die Waschmaschine nie zu Ende.
Beim X-ten Besuch beim Kunden sah der Siemens-Techniker etwas genauer auf den Anschluss. Die Waschmaschine war über den Lichtschalter des Waschraums angeschlossen und bekam nur Strom, wenn der Schalter eingeschaltet war. So wusch die Maschine, wenn der Techniker da war, weil er das Licht eingeschaltet hatte – und verweigerte die Arbeit, sobald der Kunde das Licht ausmachte und hinausging. Und als der Kunde periodisch nachschaute, ob die Waschmaschine ihre Arbeit verrichtete, so machte er das Licht im Waschraum an und die Waschmaschine lief weiter – bis er den Raum verließ und den Lichtschalter umlegte.

Dialog mit einem Selbstmörder

– Komm mir bloß nicht zu nahe, sonst springe ich! Geh weg, sage ich dir!
– Beruhige dich, Junge! Wenn du nicht leben willst, dann spring.
-Ich springe! Wenn du noch einen Schritt machst, springe ich!
-Sicher springst du. Deswegen bist du doch hierher gekommen. Aber spring bitte nicht sofort, Ok? Lass uns ein wenig plaudern.
– Worüber soll ich mit dir sprechen? Komm mir nicht zu nahe, Mann!
– Tu doch so, als würde ich dir das Springen ausreden wollen und du würdest zögern. Sonst beschuldigt man mich, dass ich meine Arbeit nicht erledige und kürzt mir mein Gehalt. Ich brauche aber das Geld. Ich will heiraten, weißt du? Bist du verheiratet?
– Nee, noch nicht. Aber ich habe eine Verlobte … hatte.
– Oh, und du bist wegen ihr hier?
– Jo.
– Ist sie schön?
– Was geht dich das an?
– Nur so. Interessiert mich, was das für eine Frau ist, wegen der so ein junger und hübscher Junge sich in den Tod stürzen will.
– Sie ist normal. Will … wollte mich heiraten, aber machte jedermann schöne Augen.
– Ach, das macht nichts. Die Schönen sind alle so – sie lieben es, sich ein wenig kokett zu verhalten. Ist sie blond? Guter Körper?
– Rothaarig. Ich habe hier sogar ein Foto von ihr. Komm nicht näher! Guck so aus der Entfernung.
– Weia, ist sie schön! Ist sogar besser als meine!
– Denkst du?
– Was soll man da noch denken? Klarer Fall! Für so eine kann man durch Feuer und Wasser gehen. Und auch vom Dach! Übrigens, Kumpel, wie heißt du denn?
– Konstantin.
– Sag mal, Konstantin, kannst du mir ihre Adresse geben?
– Warum das denn jetzt?
– Was spielt das jetzt für dich eine Rolle? Wichtig ist, du gibst mir ihre Adresse, und dann kannst du springen. Ich werde nach der Arbeit zu ihr fahren, ihr über deine letzten Minuten erzählen, mit ihr trauern. Wie heißt sie denn überhaupt? Natalia, Angelika, Lena? Sag schon!
– Ach du! Ich werde dich jetzt eigenhändig vom Dach stoßen! … Halt, wohin zerrst du mich? Lass mich los, ich gehe selber! … Wohin? Zu ihr natürlich, wohin sonst!

Auf der Bärenjagd

Es war einmal eines Winters, als wir uns entschieden, auf eine Bärenjagd zu gehen. Wir setzten uns zu sechst auf einen Traktor und fuhren zu einer Bärenhöhle. An Ort und Stelle angekommen, fingen wir an zu rufen und mit Stöcken zu schlagen, um den Bären hervorzulocken. Lange haben wir uns erfolglos angestrengt – der Bär wollte einfach nicht herauskommen.
In unserer Clique findet sich aber immer jemand, der außerordentlich erfinderische Ideen mitbringt. So auch dieses Mal. Michael hat einen Vorschlag unterbreitet: Wir sollten uns vor dem Eingang der Bärenhöhle versammeln und alle gleichzeitig schießen; mit dem Hintergedanken, dass wenn wir den Bären nicht erwischen, dann wenigstens genug Lärm machen, um ihn aufzuwecken. Gesagt – getan. Zwölf Schüsse machten wirklich viel Lärm.
Und da kam der Bär.
Als er sich auf die Hinterbeine in voller Länge hochstellte, liefen wir in heller Panik zurück zu unserem Traktor. Am Rettungsfahrzeug angekommen, fingen wir an, auf den Traktor zu springen. Einer von uns war aber klein und schwer. Er schaffte es nicht von alleine hoch. Er hatte noch Glück, dass er nicht der letzte war und Ivan, der hinterher gelaufen kam, ihm helfen konnte. Als Ivan den armen Burschen von hinten griff, um ihn auf den Traktor zu hieven, fühlte dieser nur, dass etwas Großes und Schweres nach ihm griff und schrie voller Entsetzen: “ICH HABE NICHT GESCHOSSEN! ICH HABE NICHT GESCHOSSEN!”

Besuch in einem Pub

Die Erinnerungen an mein Militärleben bergen einiges Material zum Schmunzeln. So bringt mir die Erinnerung an meinen Besuch in einem deutschen Pub während des zweiten Weltkrieges ein Lächeln auf die Lippen.
Nach einem Einsatz wollten wir uns also in dem genannten Pub ein wenig entspannen. Wir kamen rein und amüsierten uns mit einem Bierchen. Wir waren schon einigermaßen entspannt, als ein Deutscher aufstand, zur Theke ging und mit einem Hammer auf einen Gong schlug. Nachdem das ohrenbetäubende Geräusch vorüber war, applaudierten alle Anwesenden und tranken mit Begeisterung auf das Wohl des Mannes.
Die deutsche Sprache haben wir natürlich nicht verstanden, aber die Publikumsaufmerksamkeit und die uns zuteil gewordene Ehre gefiel uns so sehr, dass es während des gesamten Abends jeder von uns als seine Pflicht ansah, einmal auf den Gong zu schlagen. Daraufhin schrieen die Deutschen jedes Mal: „Gut Russisch, Bravo!“
Am Ende, als wir nach Hause wollten, bekamen wir eine sehr lange Rechnung. Es hat sich herausgestellt, dass wir bei jedem Gongschlag jedem Anwesenden in der Bar ein Bier spendiert hatten.
So viel Geld hatten wir natürlich nicht bei und einer von uns musste in die Kaserne laufen, um Geld zu leihen. Seither wusste die ganze Kompanie, dass man unter keinen Umständen den Gong schlagen durfte.

Wie viele Freunde braucht man?

Ein Schüler kommt zu seinem Lehrer und fragt ihn: „Herr Lehrer, wie viele Freunde muss man haben – einen oder mehrere?“
„ Es ist ganz einfach“, sagt der Lehrer. „ pflücke mir den roten Apfel vom höchsten Ast dort.“
Der Schüler blickt hoch und sagt: „Aber der Apfel hängt zu weit oben. Ich kann ihn nicht pflücken!“
„Dann hol dir einen Freund, der dir hilft.“
Der Schüler ruft einen seiner Freunde und gemeinsam versuchen sie, den Apfel zu holen, indem der Schüler auf die Schulter des Freundes klettert.
„Herr Lehrer, es ist immer noch zu hoch!“ ruft der verzweifelte Schüler.
„Hast du keine Freunde mehr?“
Der Schüler ruft noch mehr Kumpels herbei und alle gemeinsam klettern aufeinander, doch am Ende schaffen sie es nicht, den Apfel herunterzuholen.
Dann ruft der Lehrer den Schüler zu sich: „Und, hast du jetzt verstanden, wie viele Freunde ein Mensch braucht?“
„Ja, Herr Lehrer, man braucht sehr viele, damit man gemeinsam jedes Problem lösen kann!“
„Ja“, erwidert der Lehrer betrübt. „Man muss tatsächlich sehr viele haben, damit wenigstens einer von diesen Idioten auf die Idee kommt, eine Leiter zu holen!“