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Auf halbem Weg raus …

Ich bin ein Künstler, der bei vielen Veranstaltungen Akkordeon spielt. Aber das Musikinstrument ist schwer. Deshalb habe ich mir einen großen Rucksack gekauft, in den ich das gute Stück und meine Kostüme einpacke, damit ich meine Sachen bequem tragen kann. Aber das Akkordeon ist schwer und ich habe den Rucksack mit einem Fallschirmseil verstärkt.

Ich darf den Rucksack mit in den Flugzeugsalon nehmen, da er sonst im Gepäckabteil kaputt gehen würde. Eines Tages war ich der letzte Passagier, der das Flugzeug bestiegen hatte. Da der Rucksack aber ziemlich groß ist, musste ich ihn über die Köpfe der anderen Passagiere heben. (Immerhin mussten diese fast alles bis auf ihre Handtaschen abgeben.)

Einer der Passagiere hat genauer hingeschaut, als ich meinen Rucksack an ihm vorbei getragen habe. Er fragte mich: „Ist das Ihr Fallschirm?“. Ich liebe russischen Humor. Deswegen antwortete ich im gleichen Ton: „Wurde Ihnen denn keiner ausgehändigt? Beim Check-In wurde jedem einer angeboten!“.

Nach einiger Zeit sammelte sich eine Menge Leute vor der Pilotenkabine. Alle waren aufgeregt und zeigten auf mich. Man bat mich, die Leute zu beruhigen und über das Bordmikro zu sagen, dass ich einen Scherz gemacht habe. Ich sagte natürlich zu.

Ich nahm also das Mikro und sagte: „Sehr geehrte Passagiere! Bitte beruhigen Sie sich. Ich habe einen Scherz gemacht. Es wurden keine Fallschirme ausgegeben. Ich muss nur früher aussteigen als Sie.“

Der Flugkapitän und seine Begleitung lachten. Die Passagiere nicht. Einige hatten sogar den Mund vor Angst aufgemacht.

Der Kapitän riss mir das Mikro aus den Händen und sagte: „Haben es alle verstanden? Diesen Passagier lassen wir auf halbem Weg raus. Zuerst ihn selbst, und dann seinen Rucksack hinterher, damit er den Leuten keine Angst machen kann!“

Psychologiestunde

telefonAn der Uni läuft eine Vorlesung zum Thema: Psychologie des Menschen. Der Professor sagt zu seinen Studenten:
„Heute werden wir uns drei Emotionsstufen eines Menschen anschauen: Überraschung, Gereiztheit und Bosheit.
Dann nimmt er den Telefonhörer ab und wählt eine zufällige Telefonnummer.
„Guten Tag, ich möchte mit Herrn Meyer sprechen.“
„Sie haben sich wohl verwählt. Bei uns gibt es keinen Herrn Meyer!“
Zufrieden legt der Professor auf und sagt zu seinen Studenten: „Das war die erste Stufe. Schauen wir weiter.“
Er wählt wieder dieselbe Nummer.
„Guten Tag, ist Herr Meyer noch nicht gekommen?“
„(gereizt) Ich habe Ihnen schon erklärt – bei uns gibt es keinen Meyer!!!“ Daraufhin hört man nur noch Besetztzeichen. Der Professor reibt sich die Hände und wählt wieder die Nummer – „Und jetzt die letzte Stufe“.
„Guten Tag, wenn Herr Meyer wiederkommt, könnten Sie ihm nicht sagen, dass …“
„(Unterbricht den Gesprächspartner, schreiend) Scheiße, wie oft muss ich es noch sagen? Euer Meyer soll sich sonst wohin …“
Der Professor legt zufrieden auf. Nun kommt ein Student herunter und sagt: „Sie haben noch eine Stufe vergessen – Fassungslosigkeit. Erlauben Sie?“
Der Student wählt die besagte Nummer wieder.
„Hallo, hier ist Herr Meyer. Hat jemand für mich angerufen?“

Orang-Utan erteilt eine Lehre

Gestern war ich mit meiner Frau und den Kindern in einem Zoo. Dort habe ich eine sehr bemerkenswerte Szene beobachtet: Vor dem Affengehege, in dem ein stattlicher Orang-Utan saß und das Publikum beobachtete, versammelte sich eine Gruppe von Jungs im Alter von etwa zwölf bis vierzehn Jahren. Diese versuchten, den Orang-Utan herauszufordern, indem sie ihm alle möglichen Grimassen schnitten und irgendwas herumschrieen. Fast so wie im Zirkus.

Der Orang-Utan zeigte keinerlei Reaktion – er saß einfach nur da und ließ sich nicht provozieren. Als es den Jungs zu langweilig wurde und sie schon weitergehen wollten, fing der Affe an, langsam zu applaudieren. Ich sah den Jungs belustigt zu, wie sie sich beschämt davonstahlen.

Über Männer und ihre Geburtstage

geschenkeAn meinem Geburtstag wachte ich auf und ging in freudiger Erwartung der Geschenke hinunter in die Küche. Aber meine Frau schenkte mir nichts und vergaß sogar, mir zu gratulieren. Ach, egal, dachte ich, die Kinder werden es bestimmt nicht vergessen. Aber auch meine Kinder gratulierten mir nicht.
Sie können sich denken, mit welchen Gefühlen ich zur Arbeit fuhr. Aber als ich eintraf, lief mir meine Sekretärin Natalie entgegen und sagte ganz zärtlich: „Guten Morgen, Chef. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!“
Und ich fühlte mich besser. Irgendwann am Mittag klopfte Natalie an meine Bürotür und sagte: „Chef, lass uns in einem Cafe zu Mittag essen. Es ist doch dein Geburtstag!“ Und wir gingen zusammen essen.
Nach dem dritten Martini sagte Natalie zu mir: „Chef, lass uns zu mir nach Hause fahren. Es gibt sowieso kaum Arbeit zu erledigen und du hast Geburtstag!“ Und wir fuhren zu ihr nach Hause.
Als wir dort ankamen, flüsterte sie mir ins Öhrchen: „Chef, setz dich doch auf das Sofa, während ich mir was Leichteres anziehe!“ und ging hinaus.
Nach fünf Minuten öffnete sich die Tür und Natalie kam mit einer Torte in den Händen ins Zimmer. Hinter ihr folgten hintereinander meine Ehefrau, Kinder, Eltern, Arbeitskollegen und Freunde.
Aber ich saß nackt auf dem Sofa und dachte: Ich werde dich feuern!

Persönlicher Abschied

Ich erinnere mich an meinen letzten Tag bei der Armee, bevor ich in das Abenteuer Leben nach langjährigem Wehrdienst entlassen war. Es war bei uns Brauch, alle Freunde, Vorgesetzte und Kameraden persönlich aufzusuchen und im persönlichen Kreis Abschied zu nehmen. So hatte ich an dem Tag schon meine Pistole abgegeben und entschied, mit dem letzten Kommandanten auf meiner Liste gemeinsam hundert Gramm zu trinken.
Ich kaufte also eine kleine Flasche Wodka, legte sie in meinen leeren Pistolenhalfter und ging damit zum Kommandanten. Als ich in seinem Zimmer war, sagte ich nach dem obligatorischem Gruß: “Jetzt habe ich mit allen abgerechnet. Nur du bist geblieben” und griff mit meiner Hand in den Pistolenhalfter, um die Wodkafläschchen rauszuholen. Als der Kommandant das sah, sprang er aus dem Fenster.
Glück gehabt, dass es nur die zweite Etage war.

Eifersucht bei Frauen

Als Manager einer international agierenden Bank mache ich regelmäßig Kontrollbesuche in verschiedenen Filialen der Bank. Wie immer, so auch bei meinem heutigen Besuch, folgt dem offiziellen Teil Entspannung mit Kollegen – Sauna, Musik, Trinken und junge Frauen. Meine Ehefrau ist aber von Natur aus misstrauisch und eifersüchtig. Sie dreht schon durch, wenn sie auf den Fotos solcher Abende nur eine Frau sieht. Deshalb bitte ich meine Kollegen, mir keine Fotos mit Frauen zuzuschicken.
Am Tag darauf, als ich nach Hause komme, ist meine Frau wütend: „Du warst aus mit Frauen!“
„Was?“
„Du warst aus mit Frauen!“ Sie wirft mir einen Umschlag mit Fotos zu. Ich schaue mir zitternd alle Fotos an – keine einzige Frau ist zu sehen. Gar keine.
„Aber hier sind keine Frauen?!“
„Schau mal auf die Rückseite des Umschlags!“
Als ich den Umschlag umdrehe, sehe ich auf der Rückseite mit Großbuchstaben geschrieben:
“In diesen Umschlag bitte keine Fotos mit Frauen reinlegen!!!”

Der letzte Schultag

In Russland gibt es dreimonatige Sommerferien. (Dafür ist die Schulzeit härter – die Schüler müssen viel mehr und schneller lernen, als hier in Deutschland.) Am letzten Schultag wird traditionsgemäß gefeiert: In der Schule versammeln sich alle Mitarbeiter, Lehrer, Schüler und die Eltern und es gibt feierliche Ansprachen, Dankesreden usw. Eine besondere Tradition ist es, den Lehrern Blumen zu schenken und ihnen für ihre Arbeit zu danken.
Meine Mutter arbeitet auch als Lehrerin in einer Moskauer Schule. Bei der letzten besagten Feier bekam sie wirklich schöne Blumen von ihren Schülern geschenkt. Natürlich hat sie sich lautstark bedankt, für „ach, sooo prächtige Blumen“. Daraufhin verkündete eine der Schülerinnen stolz: “Wir sind extra zum Friedhof gefahren – dort gibt es immer die schönsten Blumen!”

Ruhezeiten einer Computermaus

Bei uns im Büro gibt es eine junge Sekretärin, die gerne mal was anderes macht, als ihre Arbeit. Eines Tages höre ich, wie sie sich beschwert: „Was ist denn jetzt los? Meine Maus funktioniert nicht mehr.“
„Sie ist wahrscheinlich müde“, antworte ich. „dreh sie mal um!“
Die Sekretärin dreht die Maus ohne lang nachzudenken um und geht raus, um etwas anderes zu erledigen. Ich gehe währenddessen zu ihrem Schreibtisch und schaue mir die Maus genau an. Und siehe da: Es klebt ein Aufkleber von einem Bananenhersteller genau auf dem Sensor. Ich entferne den Aufkleber und stelle die Maus wieder so hin, wie sie vorher gelegen hat. Als die Sekretärin zurückkommt, sage ich zu ihr: „Ich denke, dass die Maus sich mittlerweile ausgeruht hat. Schau mal nach.“
Die Sekretärin tut, wie ihr geheißen und die Maus funktioniert wieder wie neu.
Seitdem liegt die Maus jede Stunde mindestens eine Viertelstunde kopfüber und “ruht sich aus”.

Programmabsturz

1996 arbeitete ich beim Finanzamt. Es gab ein Gesetz, dass alle Einnahmen über 100 elektronisch angezeigt werden müssen. (Heute ist es ja überall anerkannt). Für die Datenerfassung war auch ein kleines Programm verteilt worden. Aber da die EDV damals technisch noch nicht so ausgereift war und die Kunden alles Mögliche gehabt haben, hängte sich das Programm andauernd auf. Den meisten rieten wir deshalb, erstmal alle laufenden Programmfenster zu schließen und das Programm neu zu starten.
Ich bekam also einen Anruf: “Hier ist der Militärstützpunkt so und so. Mein Name ist Schlosser. Ihr Programm ist abgestürzt!”
Ohne darüber nachzudenken, sagte ich ihm, dass er alle Fenster schließen soll. Plötzlich hörte ich erst einen barschen Befehl aus dem Telefonhörer: “Alle Fenster schließen!” und dann, wie die Fenster in die Rahmen geschlagen wurden.

Rache einer Katze

Haustiere besitzen – wie Menschen – die Fähigkeit, böse zu werden und fangen an, Rache auszuüben. Hunde beißen in die Hausschuhe der Herrchen und Katzen pinkeln darauf.
So fing auch unser Kater an, den Teppich im Badezimmer zu versauen. Man musste ihn nur ungewollt mit dem Fuß treffen, als er sofort im Badezimmer verschwand.
Meine Frau hat letztens in einer Illustrierten gelesen, dass Katzen den Geruch von Apfelsinen nicht mögen. Wir haben eine ganze Woche lang Apfelsinenschälchen vorbereitet. Der Kater lief dabei die ganze Zeit um uns herum und schnüffelte und nieste. Am Tag, als wir unseren Plan umsetzen wollten, saß der Kater im Wohnzimmer und horchte uns aus. Dann lief er mit Respekt hinter uns her und schaute zu, wie wir die Apfelsinnenschälchen überall verteilten: unter der Badewanne, auf allen Teppichen, neben dem Klo … Aber am Morgen des nächsten Tages hatte er seinen Duft penibel auf alle Schälchen verteilt.